Richtig mähen - mit ein paar Tipps ganz leicht

Wenn der Fertigrasen gut mit Nährstoffen versorgt wird, nachdem der richtige Dünger ausgewählt wurde, wächst er kräftig und sollte regelmäßig gemäht werden. Hier werden die notwendigen Tipps gegeben, damit das Wachstum und die Optik des Rasens durch korrektes Mähen unterstützt werden. Mit ein paar Grundsätzen und Regeln kommt man so zu einem guten Ergebnis.

Das richtige Handwerkzeug & Häufigkeit

Wurden früher die Wiesen noch mit einer Sense auf der richtigen Länge gehalten, haben zur Rasenpflege klassischerweise zwei verschiedene Typen von Rasenmähern Einzug gehalten: In England werden zum großen Teil Spindelmäher verwendet, die auch hier gerade bei kleinen Rasenflächen als handbetriebene Rasenmäher genutzt werden. Wird die Rasenfläche größer, ist das Mittel der Wahl ein sog. „Sichelmäher“, der das Gras durch schnell rotierende Sicheln waagerecht abschlägt. Um einen sauberen Schnitt des Grases zu erreichen, ist die Schärfe der Messer entscheidend: Sind die Rasenflächen eher ausgefranst und nicht glatt geschnitten, sollten die Messer vom Fachmann nachgeschliffen werden. Die Winterpause bietet sich hier als Zeitpunkt an, dies durchführen zu lassen. Bei Sichelmähern ist zudem die Rotationsgeschwindigkeit ein Faktor, der über die Qualität des Schnittes entscheidet, daher gilt hier, dass eine hohe Umdrehungszahl der Messer ein Gütekriterium darstellt.

In letzter Zeit kommen auch Mähroboter immer mehr in Einsatz, die auf einen bestimmten Mährhythmus programmiert werden können und somit die Pflege des Rasens mehr oder weniger autark übernehmen.

Zur Häufigkeit ist zu sagen, dass mindestens einmal pro Woche gemäht werden sollte, wobei in Perioden starken Wachstums ruhig häufiger zum Rasenmäher gegriffen werden kann. Ein häufiger und regelmäßiger Schnitt sorgt bei den Gräsern dafür, dass sie sich an der Basis verzweigen und eine gute Basis für den Rasenteppich bilden. Guter Rasen kann schon einmal bis zu 3-4cm pro Woche wachsen.
Kommt man über einen längeren Zeitraum nicht dazu, den Rasen zu mähen, bspw. wenn man im Urlaub ist, sollte der Fertigrasen danach wieder an den richtigen Rhythmus und die Endhöhe gewöhnt werden.

Die richtige Schnitthöhe & die Ein-Drittel-Regel

Als Einstellung am Rasenmäher für ein gutes Ergebnis hat sich eine Schnitthöhe von 4cm herausgestellt. Wenn an dem Rasenmäher keine Höhen, sondern Schnittstufen eingestellt werden können, sollte in der Bedienungsanleitung eine Angabe sein, welche Schnittstufe ungefähr 4cm entspricht. Als weitere Methode kann man auf kleinen Probeflächen das Ergebnis einfach nachmessen und so die korrekte Einstellung vornehmen.
Allgemein gilt, dass nicht zu viel Gras auf einmal abgeschnitten werden sollte, um den Pflanzen keinen zu großen Schaden zuzufügen. Als Grundlage für den maximalen Rückschnitt kann man sich die sog. „Ein-Drittel-Regel“ merken. Maximal ein Drittel der Rasenhöhe sollte auf einmal geschnitten werden. Gerade nach längerem Aussetzen (bspw. nach einem Urlaub), sollte der Rasen dann langsam wieder an die gewünschte Endhöhe herangeführt werden. Soll z. B. die Rasenlänge nach dem Schneiden 4cm sein, sollte also spätestens der Rückschnitt vorgenommen werden, wenn das Gras eine Länge von 6cm erreicht, um die Ein-Drittel-Regel nicht zu verletzen.

Die richtige Technik des Mähnes

Um ein schönes Ergebnis zu erhalten, sollte nicht nur die gesamte Breite der Schnittfläche des Rasenmähers ausgenutzt werden, sondern ebenso sollten nur schon geschnittene Flächen betreten werden. Ansonsten wird langer Fertigrasen geknickt, der sich erst langsam wieder aufrichtet und vom Schnitt dann nicht sofort erreicht wird.
Bei Nässe oder Regen sollte nicht gemäht werden, da sowohl der Rasenmäher stärker beansprucht wird, als auch der Schnitt nur unsauber vorgenommen werden kann. Schnittgut kann verklumpen und wird häufig nicht sauber in den Fangkorb ausgeworfen. Bei nassem Boden kann zusätzlich bei schweren Rasenmähern der Untergrund geschädigt werden, indem der Mäher einsinkt und den Rasenwurzeln Schaden zufügt.
Bei Trockenheit, im Herbst oder allgemein in Perioden geringeren Wachstums kann die Schnitthäufigkeit ebenfalls angepasst werden. Ebenso sollte die Schnitthöhe auf den entsprechenden Bedarf angepasst werden. Durch weniger Lichteinfall im Herbst kann ein längerer Halm notwendig sein, um die Pflanze trotzdem noch ausreichend mit Sonnenlicht versorgen zu können. Insgesamt sorgt ein längerer Rasenteppich für einen Schutz der Fläche, bspw. vor Austrocknung. Entsprechend kann es notwendig sein, in Schattenlagen die Schnitthöhe anzupassen, um auch hier eine ausreichende Versorgung mit Sonnenlicht sicherzustellen.
Definierte Rasenkanten sind manchmal schwierig mit einem Rasenmäher zu schneiden, denn sobald der Mäher mit einer Seite in das nebenliegende Beet gerät, könnten der Rasenmäher auf dieser Seite abrutschen und so Teile des Rasens ausschlagen. Hier empfiehlt es sich, entweder den Rasen mit einer Reihe Pflasterung einzugrenzen, die sich für ein Befahren mit den Rasenmäher-Rädern eignet, oder die äußere Kante mit einem speziellen Kantenmäher noch einmal separat einzukürzen.
Böschungen sollten immer quer zum Hang gemäht werden, um einen gleichmäßigen Rasen-Schnitt sicherzustellen und gleichzeitig werden die Gräser vor Verletzungen geschützt.