Verlegeanleitung für Kunstrasen

Der Kunstrasen sollte auf einer festen, ebenen und aufbereiteten Oberfläche aufgetragen werden, um dauerhaft eine optimale Drainage ermöglichen zu können.

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Falls der neue Kunstrasen auf einem natürlichen Untergrund (z. B. alter Rasen) verlegt wird, so sollten die Rückstände zuvor entfernt werden. Um eine stabile Oberfläche, sowie entsprechende Stabilität zu gewährleisten, werden Kies und Sand zu einer 15 cm dicken Schicht sauber und plan auf dem Boden verteilt. Entsprechend müssen zuvor unter Umständen 10-15 cm Erdreich abgetragen werden. Mit Hilfe einer Rüttelplatte wird der Untergrund zu Beginn geebnet. Die sorgfältige Nutzung der Rüttelplatte ist von wesentlicher Bedeutung, da sich sämtliche Unebenheiten im Kunstrasen widerspiegeln, nachdem der Rasen aufgetragen wird. Um einwandfreies Resultat zu erzielen, raten wir, die Verlegung professionell, bspw. durch uns, durchführen zu lassen.

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Verlegen des Kunstrasens

Nach dem Aufbau der Untergrundbasis kann mit dem Verlegen des Kunstrasens begonnen werden. Der Kunstrasen sollte stets in dieselbe Richtung ausgerollt bzw. verlegt werden, da andernfalls die Reflektion der Sonne schnell den Unterschied der Verlegerichtung aufzeigt. Anschließend werden die Kanten des Rasen in die gewünschte Passform gebracht. Achten Sie beim Schneiden auf die Schnittrichtung. Es sollte sorgfältig und nahe der Stichlinie verlaufen, um ein perfektes Ergebnis mit dem Kunstrasen abbilden zu können. Diese gilt natürlich nicht nur für den Kantenbereich, sondern auch für zentral stehende Pflanzen im Garten. Hier wird Ruhe und Fingerspitzengefühl verlangt.

Kunstrasen verbinden

Um ein einheitliches und perfektes Kunstrasenbild zu erhalten, müssen die Bahnen des Kunstrasens miteinander verbunden werden. Dieses wird durch einen Klebestreifen mit einer Breite von 20-30 cm umgesetzt, der zwischen den beiden Kunstrasenbahnen der Klebestreifen mittig platziert wird. Anschließend werden die Bahnen spiegelverkehrt aufgetragen. Wichtig: Es muss ein minimaler Abstand von ca. 2 mm zwischen den beiden Kunstrasenbahnen eingehalten werden, um ein perfektes Rasenbild zu erreichen. Werden die Kunstrasenbahnen auf Stoß verlegt, kommt es zu einem leichten Aufschieben der Faserstrukturen im Nahtbereich. Das sollte vermieden werden!

Feinschliff

Nun kommt es zum Feinschliff. Um dem Aussehen von Naturrasen möglichst nahe zu kommen, wird auf der gesamten Fläche gewaschener und getrockneter Quarzsand in der Körnung von 0,3-0,5 mm verteilt. Bei einigen Sorten ist die Aufbringung optional (Kunstrasen "Komfortline" und Kunstrasen "Premiumline"). Anschließend wird mit einer automatischen Borstenbürste oder einem Handbesen entgegen der Verlegerichtung gebürstet bzw. gefegt. Dieser Vorgang hilft dem Kunstrasen, Trittspuren bzw. allgemeine Gebrauchsspuren zu neutralisieren und immer wieder in seine gewohnte Form zurückzufinden. Zusätzlich erweist sich der Sand als guter Wasserspeicher, der die Lebensdauer der Fasern verlängert, ein angenehmes und natürliches Trittgefühl überträgt und einen frischen Effekt, den sog. NatureFresh-Effekt,  vermittelt.
Bitte beachten Sie, dass nicht alle Produkte das Auftragen des Sandes erforderlich machen. Niedrige Faserhöhen oder lockige Fasern benötigen diesen Verlegeschritt nicht.
Allerdings kann am Ende stets empfohlen werden, Quarzsand aufzutragen, um die maximale Lebensdauer des Kunstrasens zu erlangen.
Hinweis: Kunstrasen ist zwar auf dem ersten Blick eine hohe Investition, die sich aber im Laufe der Jahre durch spezifischen Vorteile dieses Produktes auch aus finanzieller Perspektive auszahlen wird. Deshalb raten wir gerade bei größeren Flächen, die Planung, Beratung, den Kauf und die Kunstrasen-Verlegung durch einen Fachmann durchführen zu lassen und nicht am falschen Ende zu sparen.