Kunstrasen als Sportrasen?

Die Qualität von Kunstrasen ist in den letzten Jahren wesentlich besser geworden, so dass insbesondere die verschiedenen Kunstrasen-Sorten, die noch mit Sand verfüllt werden, teilweise nur noch sehr schwer vom Naturrasen zu unterscheiden sind. War früher Kunstrasen gerade im Sportbereich immer als Quelle Verletzungen bekannt und gefürchtet, sind die neuen Sorten von Kunstrasen hier fast nicht mehr von Naturrasen zu unterscheiden.

Dafür zeichnet sich Kunstrasen im Einsatz als Sportrasen gerade für sehr stark genutzte Sportflächen durch viele Eigenschaften aus: Kunstrasen ist bei jedem Wetter zu bespielen, benötigt nur extrem kurze Regenerationszeiten und auch der Pflegeaufwand zwischen den einzelnen Spieleinheiten ist bei Kunstrasen im Gegensatz zum Naturrasen minimal.

Durch einen korrekt angelegten Untergrund kann der Kunstrasen absolut plan verlegt werden, so dass auch durch den Rasenteppich keine Einbußen der Spielfreude hinzunehmen sind.

Gegenüber anderen Rasen-Alternativen oder Alternativ-Materialien (wie bspw. Asche für Fußball-Plätze) hat Kunstrasen den Nachteil eines höheren Anschaffungspreises. In unserem Vergleich von Kunstrasen und Rollrasen für einen Sportplatz, der für regelmäßiges Fußballtraining genutzt wird, ist aber schnell ersichtlich, dass langfristig auch dieser Nachteil vom Kunstrasen durch die geringen Pflege- und Unterhaltskosten und hohe Bespielbarkeit wieder egalisiert wird.
Auf großen Flächen, wie bspw. Fairways / Golfrasen ist der Einsatz von Kunstrasen allerdings nicht unbedingt erste Wahl. Kleinere Flächen, wie z. B. auf dem Golf-Grün oder auch am Abschlagspunkt, eignet sich Kunstrasen dahingegen wieder sehr gut.

Kunstrasen ist also als Sportrasen besonders gut geeignet für stark beanspruchte Flächen bzw. für Flächen begrenzter Größe. Anfangs höhere Investitionen für die Anschaffung und Verlegung des Kunstrasen amortiesieren sich nach kurzer Zeit.